NEU: Fortbildung Künstlerische Kartografie

Einladung zur Lehrerfortbildung am 19. Oktober in Nürnberg!

 

Wir definieren Raum zunächst oft über materielle Grenzen, Gebautes, eine klare physikalische Größe: Ein Haus, das neu gebaute Stadtquartier, die 22 qm Wohnfläche des eigenen Zimmers. Ebenso ist der Zugang zu Architektur und gebautem Raum stark geprägt vom ‚katalogisierten‘ Wissen um Baustile, Epochen und damit verbunden mit teils oft tradierter und konventionalisierter Bewertungen dieser.
Wie ändert sich aber die Sicht auf Raum und im besonderen Stadtraum, wenn wir ihn auch in seinen immateriellen, persönlichen oder fluiden Dimensionen  wahrnehmen und Raum als ein vielschichtiges, mehrdimensionales System verstehen? Und was bedeutet es wenn wir ein Raumverständnis der sich überlagernde Schichten materieller und immaterieller Faktoren vermitteln?
Wie lassen sich neben gewohnten Zugängen zu Architektur und Stadtraum persönliche, offene und kreative Zugänge schaffen, welche die Betrachter:innen, Schüler:innen als sinnliche, aktive(?) Akteur:innen im Raum verstehen und gerade an dieser unmittelbaren Beziehung ansetzen – Wir als Teile des öffentlichen Raum, des Bewegungsraums, des Sozialraums uvm.
Spielerische, sinnliche und kreative Methoden sensibilisieren  für den (gebauten) Raum und die eigene Position oder Rolle in diesem. Flanieren als aufmerksames, ungerichtetes Spazieren öffnet neue Blickwinkel auf die Stadt und deren Bedeutung für die verschiedenen Akteur:innen. Temporäre Interventionen, spielerische Dokumentationen der eigenen Raumerfahrung ermöglichen einen persönlichen Zugang zu (Stadt-) Raum, dessen Nutzung und Wertschätzung. Eigene Fragen und Anliegen an den Raum können artikuliert und diskutiert werden.

Subjektives Empfinden und der künstlerische Umgang mit persönlichen Eindrücken werden zu wichtigen Werkzeuge um sich einerseits den Raum anzueignen und andererseits sich als Teil des (öffentlichen) Stadtraums zu ermächtigen.

 

Im Grundlagenworkshop wird zuerst das Handwerkszeug für spannende Raum-Praxisprojekte selbst erprobt, und anschließend in einer gemeinsamen Diskussion reflektiert. Die eigene Position zu Architektur, Stadt und Raum wird ausgelotet und die Relevanz der Vermittlung eines persönlichen Zugangs in der baukulturellen Vermittlung diskutiert.

 

Fortbildung  Künstlerische Kartografie
Raumzugriffe an der Schnittstelle Kunst und Architektur

19. Oktober 2021, Nürnberg
ANMELDUNG: Fibs E821-0/21/13

Weitere Informationen erhalten Sie HIER

 

 

Durchführung

Jonas Langbein (M.Sc.) Architektur, hagijo.eu
Lisa Langbein (M.A.) Bildende Kunst und ästhetische Erziehung, lisalangbein.eu