Fortbildung zu 100 Jahre Bauhaus

Was lässt sich auch heute noch aus dem Bauhaus für die Schule lernen? Diese Frage beatwortete der Bauhausagent Johanens Siebler am 25. Juni bei einer LAG-Fortbildung in Nürnberg.


Das Bauhaus war eine lebendige Ideenschule und ein Experimentierfeld auf den Gebieten der freien und angewandten Kunst, der Gestaltung, der Architektur und der Pädagogik. Es steht für einen Bruch mit tradierten Vorstellungen und alten Lebenswelten, für ein Neudenken in Kunst und Architektur, in Design und Pädagogik. Diese Konzeptionen prägen heute noch maßgeblich die Lebenswelt und damit die gebaute Umwelt von Kindern und Jugendlichen. Anlässlich des Jubiläumsjahres 100 Jahre Bauhaus entstanden an den drei Standorten in Berlin, Dessau und Weimar gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen neue Vermittlungsformate, Gestaltungsideen und Bildungsinhalte, wie das Bauhaus- mit all seinen Facetten- heute vermittelt werden kann. Diese Konzeptionen wurden von den Bauhausagenten entwickelt, konzipiert und realisiert. Die LAG Architektur und Schule konnte im Rahmen des Bauhaus- Jubiläums den Bauhausagenten Johannes Siebler aus Weimar gewinnen, einen Fortbildungstag für bayerische Lehrkräfte durchzuführen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden zum einen die Potentiale aufgezeigt, die in der Auseinandersetzung mit einer ambivalenten Moderne und dem Bauhaus stecken, wie auch ein kursorischer Überblick über die Entwicklung des Bauhauses sowie den Arbeitsweisen der Werkstätten gegeben. In einem praktischen Workshop, dessen zentrales Thema das 1923 erbaute Haus am Horn in Weimar, wurden Lichtformen, Wand- und Materialfarben experimentell erforscht, das Gebäude im Stadtraum verortet, Grundrisse gezeichnet sowie gestalterisch im Modellbau erprobt. Weiterhin wurden Prototypen entwickelt und diese in ungewöhnliche Gebäude- wie auch Wohnformen übertragen. Ein weiterer Workshop zu dem Thema „Lichtformer“ zeigte auf, wie man mit Lichtprojektionen unter Zuhilfenahme einfacher technischer Hilfsmittel Architektur gestalten kann. Nahezu 30 Lehrkräfte sowie 14 Jungkunstlehrer nahmen an der Veranstaltung begeistert teil und freuten sich, dass ihnen im Anschluss das umfangreiche Unterrichtsmaterial digital zur Verfügung gestellt wurde.